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Naturheilverein OstFriesland e.V.

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WICHTIG

AOK-Tipps gegen
Ansteckung mit Norovirus

In Deutschland grassiert derzeit ein hoch ansteckender Magen-Darm-Erreger, das Norovirus. Da die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt, ist über diesen Ansteckungsweg eine schnelle Verbreitung des Virus möglich.

"Wer eine Ansteckung vermeiden will, sollte besonders auf Hygiene achten", rät Dr. Karin Wagemann vom AOK-Bundesverband. "Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten oder indirekt über Kontakt in beschmutzten Toiletten oder auch das Anfassen beschmutzter Gegenstände wie Waschbecken und Türgriffe übertragen wird, sollte man auf sorgfältiges Händewaschen achten und den Kontakt zu Erkrankten möglichst meiden", erläutert die Ärztin.

Typisch für das Norovirus ist akutes, plötzlich auftretendes schwallartiges Erbrechen sowie akute Durchfälle. Begleiterscheinungen können Bauchschmerzen, Übelkeit und auch Abgeschlagenheit sowie Muskelschmerzen auch begleitet von erhöhter Körpertemperatur sein. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und alte Menschen sowie chronisch Kranke. Dr. Karin Wagemann: "Die Gefährlichkeit dieser Viruserkrankung ergibt sich aus dem Flüssigkeitsverlust, der bei Infektion mit dem Norovirus - je nach Konstitution des Infizierten - lebensbedrohlich werden kann. Mildere Verläufe sind entsprechend weniger gefährlich."

Wer sich mit dem Virus infiziert hat, sollte noch 48 Stunden nach Abklingen der akuten Beschwerden zu Hause bleiben um im Kindergarten, in der Schule oder am Arbeitsplatz niemanden anzustecken. "Wichtig ist für den Kranken Bettruhe und ausreichendes Trinken von Tee sowie Mineralwasser oder Apfelschorle, um den teilweise ausgeprägten Flüssigkeitsverlust aufzufangen. Bei Übelkeit können lindernde Tropfen eingesetzt werden", rät Ärztin Wagemann. "Eine Brühe oder Bouillon hilft, den Salzverlust auszugleichen. Bei erheblichem Erbrechen und Durchfällen sollte auf jeden Fall ärztliche Hilfe geholt werden."

Erkrankte Menschen sollten insbesondere im Haushalt auf Hygienemaßnahmen achten, um die Ansteckungsgefahr für Familienmitglieder zu senken. Wer Menschen betreut, die an einer Norovirus-Erkrankung leiden, sollte dafür sorgen, dass durch Erbrochenes oder Stuhl verschmutzte Flächen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Dr. Wagemann: "Schützen Sie sich durch Gummihandschuhe. Auch ein Mundschutz mindert die Infektionsgefahr. Wer Einwegtücher benutzt und anschließend wegwirft, mindert die Gefahr von Ansteckung und Ausbreitung der Viren." Auch bei der Essenszubereitung sollte man noch stärker als sonst auf Sauberkeit achten, sagt die Allgemeinmedizinerin.

Das für Krankheitsüberwachung und -prävention in Deutschland zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet in diesem Jahr mit einem neuen Rekord an Norovirus-Erkrankungen. Nach Angaben des RKI ist die Zahl der wöchentlich übermittelten Erkrankungen seit "Saisonbeginn" im Oktober 2006 kontinuierlich gestiegen - von 397 Fällen Ende Oktober auf 5.966 Fälle in der zweiten Meldewoche 2007.


(Pressemitteilung der AOK vom 31.01.2007
)

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